24 | 11 | 2017
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Wildschütz, zweiter Besuch

Mockrehna, Steinbruch Wildschütz, zweiter Besuch

Am 18.11.12 sind wir im Anschluss an den Besuch des alten Kalkbergwerkes in Miltitz wieder an den Steinbruch Wildschütz gefahren.

Wir ließen uns wieder durch Volker Buder bzgl. des Tauchganges beraten und entschieden uns schließlich für einen Tauchgang durch den Wald. Der Weg dorthin führt an der Oberfläche quer über den See. Die Strecke zur Abtauchboje befindet sich Luftlinie in ca. 250m Entfernung. Ausgerüstet mit Doppelgerät und je zwei Stages fühlt sich die Strecke jedoch deutlich länger an (zumal die Gerade als kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten in einem solchen Anwendungsfall reine Theorie ist).

Endlich an der Abtauchboje angekommen, die sich in relativer Ufernähe befindet, führte der Tauchgang zunächst auf die Tiefe von -60m. Wald fanden wir dort keinen mehr, daher tauchten wir nach einiger Zeit in Richtung Ufer und arbeiteten uns dort langsam aufwärts. Der Wald begann dann in einer Tiefe von -54m, wo wir auch den angekündigten Trampelpfad fanden. In dieser Tiefe über einem Pfad im Dunkeln durch den Wald zu tauchen ist einfach nur sensationell!
Der Waldweg führt langsam bergan, rund um den See herum. Immer wieder mussten wir umgestürzten Bäumen ausweichen, teilweise durchs freie Wasser. Der Weg führt auch am alten Pumpenhaus vorbei, das in ca.45m Tiefe liegt. Ein kleines Backsteingebäude, vollgestopft mit einer Pumpe und zwei mächtigen Rohleitungen, die herausführen. Eine führt senkrecht den Hang hinauf, die Andere verliert sich im Dunkel der Tiefe.

Beim Dekomprimieren mit Sauerstoff trafen wir unterwegs noch einen Kameramann, dem wir für einige Minuten Modell standen (eigentlich lagen wir schön austariert im Wasser). Wie sich später herausstellte, wurde gerade Material gesammelt für einen Film, der nächstes Jahr im Mitteldeutschen Rundfunk ausgestrahlt werden soll, Thema sind die schönsten ostdeutschen Steinbrüche (natürlich unter Wasser).

 

OM