24 | 11 | 2017
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Mockrehna, Tauchgang im Steinbruch Wildschütz

Nach dem Besuch im alten Kalkbergwerk in Miltitz nutzen wir die Gelegenheit und fuhren weiter nach Mockrehna zur Tauchschule Buder, um einen Tauchgang im dortigen Steinbruch im Ortsteil Wildschütz zu machen.

Kurzbeschreibung des Steinbruchs:

  • mit -74m einer der tiefsten Seen Ostdeutschlands
  • sehr gute Infrastruktur 
  • viele Sehenswüdigkeiten, incl. einer von Volker Buder gebauten Tauchstation
  • viele Gebäude und Bäume unter Wasser
  • Steilwände
  • ein ca. 25m langer Stollen
  • u. v. m.

Der Tauchgang selber startete an der Boje über dem Kiosk. Hier ging es zunächst runter zu selbigem auf -45m, von dort aus ging es weiter über ein Plateau zur nächst gelegenen Steilwand Richtung Westen. Ab -60m ging die Sicht auf nahezu Null zurück. Ich tastete mich zentimeterweise an der Steilwand weiter abwärts, aber ab  -65m wars genug des "Blindflugs". Der Rückweg führte entlang der Steilwand bei mittlerer Tiefe und passabler Sicht an interessanten Felsformationen vorbei und durch große Bäume hindurch.

Nach dem Tauchgang gab es beim Kaffee noch eine lange Unterhaltung mit Volker Buder (hier war eindeutig nur Zuhören angesagt :-)).

Gegen 14:00h drängte ich dann zum Aufbruch, wir hatten immerhin noch über 5 Stunden Fahrt vor uns. Wie sich herausstellte, sollte jetzt jedoch erst der Höhepunkt unseres Besuches in Wildschütz kommen.

Volker Buder meinte, wir hätten doch bestimmt noch ein paar Minuten, er müsse uns noch etwas zeigen. Wie sich rausstellte, bekamen wir  seine private Sammlung an Tauchgeräten und -utensilien zu sehen, die er gerade in einem Museum zusammenstellt. Diese Sammlung stellt einen umfangreichen Abriss der Entwicklung der Tauchgeräte dar. Angefangen bei einem Tauchgerät, das nur aus einem umgestülpten und unten offenen Holzeimer mit Sichtfenster besteht (genutzt von Schwammsammlern, die Schwämme mit einer verlängerten Gabel sammelten [selbstverständlich ausgestellt!]), über diverse Kreislaufgeräte unterschiedlichen Datums und Herkunft, bis hin zu (funktionsfähigen und einsatzbereiten!) Ein- und Zweimanndruckkammern. Sogar mit einfachsten Mitteln selbstgebaute Atemregler ("Wir hatten ja nichts damals", da in der DDR Atemregler verboten waren) fehlen nicht in der Sammlung..

Da wir uns scheinbar in der vorangegangenen Unterhaltung als würdig erwiesen, erhielten wir zu Allem technische Erklärungen, zeitliche Einordnung und eine Geschichte.

Die Geschichte des Tauchens wurde für einen Moment lebendig. 
Wer Tauchen wirklich lebt, ist hier richtig aufgehoben.

OM